Willkommen
… zur Begegnung in Worten, die in meinen Texten Ausdruck finden.
Worum es in meinem Schreiben geht ?
… um ein Leben auf einem kleinen Fleck der Erde und darüber hinaus.
… um das Wie, Was, Warum, Wo, Wohin – um Fragen, die das Leben stellt.
… um Deutschland, die Türkei, um Migration, um Erfolge und Niederlagen, um Reflexion über Sinn und Unsinn
… um das Außen – um Identitäten mit ihren äußeren Formen und
… um das Innen – das nackte Menschsein… um Distanz und Nähe und vieles mehr
Aktuelles
Lesung am 25.09.2026 |
65 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland – Türkei
Erst vor ein paar Tagen hörte ich meine Mutter sagen: „Warum auch immer – wir haben es einfach nicht geschafft, hierher zurückzukommen.“
Auf Türkisch sagte sie: „Buraya bir türlü dönemedik.“
Und das nach beinahe so vielen Jahren, wie seit dem Abkommen vergangen sind. Denn wir waren „gekommen, um zu gehen“.
In meiner Lesung am 25.09.2026 werde ich der ersten Generation einen besonderen Platz einräumen und ihre Perspektive derjenigen der zweiten Generation gegenüberstellen.
Weitere Informationen entnehmen Sie gerne dem untenstehenden Flyer.
Infos im Überblick:
Geschichten aus zwei Welten – von der Gastarbeitergeneration zu Menschen mit Migrationsgeschichte
Einführung und Lesung mit der Autorin Dr. Zahide Özkan
Datum:
25.09.2026
Uhrzeit:
18:00 bis 20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Verein Caglayancerit e. V.: Detailseite
Voltastraße 4
63128 Dietzenbach
Geboren in einem Dorf am Marmarameer, zuhause in Frankfurt.

Ich heiße Zahide Özkan.
Im Sommer 1964 kamen wir mit unserer Mutter nach Deutschland. Zwei Jahre war ich alt, meine Schwester vier. Unser Vater wartete am Frankfurter Flughafen auf uns. Er war bereits 1962 mit dem Zug nach Deutschland gekommen – einer von Hunderttausenden, die durch das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und der Bundesrepublik gerufen worden waren.
„Wir bleiben nur noch bis …“ wurde zu unserem Mantra – beschworen wie ein Gelübde, das uns zur Rückkehr besinnen sollte. Aus dem „nur noch bis“ wurden sechzig Jahre und mehr.
Heute bin ich Kardiologin und Internistin im Frankfurter Raum, Autorin und vor allem: eine Stimme aus der Generation der Gastarbeitertöchter.
Eine, die gehen wollte und doch geblieben ist.
Eine, die ihren Weg gefunden hat – und ihn aufgeschrieben hat.
Meine Haltung
Zuhören, bevor man urteilt.
Widerspruch zulassen, ohne einander zu Feinden zu machen.
Vorurteile erkennen und Missverständnisse klären,
Begegnung ermöglichen.
Darum geht es mir — im Gespräch ebenso wie im geschriebenen Wort.
Gerade bei Themen, die berühren oder unterschiedlich wahrgenommen werden, braucht es eine Gesprächskultur, die nicht vorschnell einordnet, abwertet oder ablehnt. Unterschiedliche Meinungen können Anlass sein, die eigene Sicht zu überprüfen, voneinander zu lernen und den eigenen Horizont zu erweitern. Voraussetzung bleibt jedoch, dass die Grundsätze eines demokratischen, freiheitlichen und menschenwürdigen Zusammenlebens geachtet werden.
In solchen Räumen können Missverständnisse ausgesprochen, fehlendes oder falsches Wissen erkannt, ergänzt oder korrigiert und Fehlverhalten reflektiert werden. So kann Korrektur möglich werden — im Denken, im Sprechen und im Handeln.
Diese Haltung begleitet auch mein Schreiben. Texte können Brücken bauen, Fragen stellen, Widerspruch aushalten und Begegnung ermöglichen.
